Zu einer Zeit… in Gardelegen 2017(Festival)

Am vergangen Wochenende durfte ich Zeuge von einem Festival werden, dass sich noch in der Geburt befindet und irgendwann vielleicht zu ner Fusion 2.0 heranwchsen könnte. Wenn das geschieht, so circa 2030, könnt ich dann sagen, wie es manche Fusion-Leute der ersten Stunde immer in sooner nervigen (Ich-bin-so-stolz-auf-mich) Attitude sagen: „Damals war alles besser!“

Dies wird aber nicht geschehen, denn mal abgesehen vom schicken Herichten der Floors, war das „Zu Einer Zeit“-Festival bei der Hansestadt Gardelegen musikalisch nicht so mein Fall. Ich will nicht wieder das ausgelutschte Synonym „Hipster“ verwenden, denn die Menschen, die darunterfallen, lasen sich nicht auf einen festgelegten Kanon von Attributen reduzieren.

Organisiert wurde das Festival von den Plattenfreunden Neukölln/ Berlin. Dieses  konnte man nur besuchen, wenn man eine Freundschaftseinladung erhalten und durhschnittlich 55 Euro für das Ticket parat hatte. Ich hatte nen Gästelistenplatz, weil ein Kumpel von mir dort Act war. Am Freitag ging es los und ich fand die Leute sehr enspannt und freundlich. Viele waren sehr bunt verkleidet, die meisten davon hübsch und schlank. Eine sehr alte Frage schoss mir wieder in den Sinn: „Warum gab e auf solchen hippen Festivals meist nur sehr wenige Menschen, die vielleicht ein wenig aus der künstlich gesetzten „Schönheits-Norm“ fielen?“

Musikalisch fand ich den Freitag nicht sehr besonders, umso mehr schien es auf dem Festival bedeutsam zu sein, selbst ein Kunstwerk, druch Kleidngstil und „Coolness“ darzustellen. Vielleicht war dies in dieser „Szene“ (falls man das so bezeichnen kann?) wichtiger, als die Musik. Ich hatte auf keinen der 3 Floors das Gefühl, dass die vielen bunten Menschen zur Musik ausgelassen getanzt hätten (Im Sinne von, sich in die Musik hineinfallen lassen). Daran hat sich bis Sonntag dann nichts verändert. Für mich sollte Musik, voran elektronische Musik, dabei verhelfen, Masken zu verlieren, drauf zu scheissen, wie man aussieht und einfach nur ein Element mit der Musik zu sein

Nur weil ich das so sehe, bedeutet das nicht, dass ich andere Formen von Musikveranstaltungen dissen will. Verkleiden macht Spaß, dass kennt man schon allein aus seiner Kindheit. Sich selbst auls optisches Kunstwerk zu gestalten fetzt ebenfalls. Ich glaub nur, wenn das alle machen auf einem Festival, dann besteht die Gefahr, dass die Besucher den Fokus gegenseitig zu sehr auf dem oberflächlichen Bild legen, welches einander präsentiert wird und nicht mehr so sehr in Tiefe gegangen wird. Wenn man dann noch das Verlangen des Menschen hinzuzieht, Teil der ihn umgebenen Gruppe sein zu möchten, dann kann verstelltes und oberflächliches Verhalten zur Gruppenmaxime mutieren.

Aus dem Grund bin ich froh, selber Veranstaltungen zu machen, mit den ich andere Ziele verfolge, froh dass es immer noch Veranstaltungen gibt, bei denen Menschen ihre Masken fallen lassen können. Und dies ist ein wundervolles Gefühl.

 

 

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